Bürgerverein Sasel-Poppenbüttel von 1955 e.V.
Das ist das Team hinter all den Vereinsaktivitäten:
wir arbeiten ehrenamtlich, engagiert, zuverlässig und kompetent
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Nachrufe
Dietrich Hünerbein ist gestorben!
Dietrich Hünerbein leitete unseren Bürgerverein von 1996 bis 2016 als 1. Vorsitzender und hat danach als
Ehrenvorsitzender noch etliche Jahre den Vorstand mit Rat
und Tat begleitet. Er hat es vollbracht, unseren Bürgerverein Sasel-Poppenbüttel von 1955 e. V. zu einem der größten und lebendigsten Bürgervereine Hamburgs zu entwickeln.
Seine geschickte und verständnisvolle Planung, Führung und Durchsetzung gemeinsamer Ideen und Interessen, seine glückliche Hand bei der Suche nach aktiven Mitgestaltern im Vorstand und sein offenes Ohr für Sorgen und Wünsche der Mitglieder begründeten ein harmonisches Miteinander.
Dietrich Hünerbein hat mir einmal erzählt, dass er nicht ganz freiwillig den 1. Vorsitz übernahm, aber es stand leider kein anderer zur Verfügung, als sein
Vorgänger nach dem Kutschenunfall in Bad Laasphe 1996 sein Amt niederlegte, weil er das Unglück nicht überwinden konnte. 2016 erhielt Dietrich Hünerbein den Alstertaler Bürgerpreis für sein ehrenamtliches
Engagement – nicht nur im Bürgerverein, sondern auch für die Belange der Stadtteile Sasel und Poppenbüttel.
Wie so viele Gutsbesitzer in der Ostzone wurden auch seine Eltern nach dem Krieg 1946 enteignet. Die Familie floh von Badeborn im Ostharz nach Markhausen in Südoldenburg. Nach seinem Abitur studierte Dietrich Hünerbein Wasserbau in Aachen und begann nach seiner Diplomprüfung 1963 in Oldenburg als Baureferendar, stieg dort als Baurat auf bis in die Leitungsebene. 1970 zog es ihn nach Hamburg, und seine Karriere begann bei den Hamburger Wasserwerken, wo er als Direktionsreferent und Abteilungsleiter die Automatisierung aller Wasser- und Pumpwerke mit Prozessrechnern realisierte.
Noch bevor sein Berufsleben mit dem Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand endete, engagierte sich Dietrich Hünerbein unermüdlich für unseren Bürgerverein und war sogar noch drei Jahre lang beruflich in hoher Verantwortung, als er nach dem Kutschenunglück den 1. Vorsitz übernahm.
Ich werde unsere gute Zusammenarbeit im Vorstand während meiner vier Jahre als 2. Vorsitzende nie vergessen. Er war immer offen für Vorschläge, wir haben gemeinsam 2015 das große Jubiläumsfest und viele Informationsabende geplant, gestaltet und durchgeführt, hatten angeregte Diskussionen und fanden immer eine Lösung für anstehende Probleme.
Wir wünschen Frau Hünerbein viel Kraft in ihrer Trauer und werden Dietrich Hünerbein ein ehrendes Andenken bewahren.
Ute Mielow-Weidmann
Unser Vorstandsmitglied Volkert Joerss ist tot. Das stimmt uns traurig, und wir vermissen seine direkte Art, seinen Humor und seine Ideen. Viele Jahre lang hat er für unsere Mitglieder Besichtigungen geplant und durchgeführt. Ich erinnere mich an eine Fahrt nach Lüneburg mit Altstadtführung und Salzbergwerk, an die Müllverbrennungsanlage in Hamburg, an die Kämmefabrik in Harsefeld, an das Budni-Logistikzentrum und die Gabelstapler-Fabrik STILL. Wir waren im Mineralogischen Museum und in der Orgelbauwerkstatt Beckerath in Tonndorf, mehrfach im Arboretum Marienhof, im geologisch-paläontologischen Museum, in der Gedenkstätte Neuengamme, beim NDR, im Wasserforum und in der Wasserkraftanlage in Fuhlsbüttel – und das ist längst nicht alles! Auf einer unserer S-Bahn-Fahrten zur ZA-Delegiertenversammlung sagte Herr Joerss zu mir: „Nun bin ich schon so alt, aber ich bin immer noch so neugierig!“ Und dann zeigte er mir Fotos von einer tief unter der Erde liegenden Bunkeranlage an der hessischen Grenze, die er besichtigt hatte. Volkert Joerss wird uns furchtbar fehlen! Die vielen gemeinsamen Erlebnisse werden uns an ihn erinnern. Was machen wir jetzt nur ohne ihn?
Ute Mielow-Weidmann